Mirela Halitzki
Bildkunst. Wortkunst.


 

 

Am Himmelsrand hängen zwei Miniatur-Wolken an einem fast unsichtbaren Faden, treiben daran ein ikarisches Spiel. Ich hänge meinen Gedanken nach. Ein Gefühl von Verlust spüre, von meiner Heimat träume, von einem leichten, frischen Wind, der die geordneten Birkenbäume am Ortsrand zerzaust. Am Himmel flackert plötzlich eine Art Licht, das nur die Enthusiasten kennen - das Ikarus-Licht. Ich träume vom Fliegen, von einer Welt, die bereit ist ihre Offenheit nicht nur vorzuschreiben, sondern auch sie zu leben. Eine Welt wo zuerst der Charakter eines Menschen sein Niveau ausmacht und sein Lebensraum zu einem Ort freigibt, der seine Ideale zulässt.

 

 

Gedanken voller Zuversicht müssen in sich federn. Wie ein blinder Passagier kreuzt sich meine Denkweise mit der allgemeinen Denk-Art. In der Quadratur der künstlerischen Haltung harren die Linien legitim, nicht in den gleichen Mustern, sondern verschlingen sich in immer neuen Konstellationen. Die komplizierte Fantasie-Kontingente brechen ab mit dem intuitiven Versuch, impulsive Verständigungsmöglichkeiten für sich zu beanspruchen. Wie Pellets, vom heißen Feuer-Sog Sog verschluckt, flimmert die Farbe, dekonstruiert die alte übliche Ordnungsstruktur des Blattes. Hier und dort bröckelt die oberste Schicht, Risse entstehen in der vorgegebenen Struktur. Kratzer beleben den eigenen Regenerationsversuch des Altbaus. Die Gedanken wohnen immer noch in ihrem Elternhause, wo an den Wänden die Erinnerungen hängen wie alter Weihnachtsschmuck aus Glas; und obwohl sie verblasst und porös sind durch den Angriff der Zeit, noch mehr zerbrechlich, sind sie immer noch glanzvoll und edel. Rand-Gedanken spielen Ping-Pong, aus ihren engen Kreisen sich befreien. Erneut kollidiert die mathematische Formel des Glücks, verhindert den automatisch-gestarteten Defragmentierungsprozess. Das Leben ist nur als Summe zu begreifen. Die Zeilen betreten möglicherweise eine Grenzzone, ihre Kompetenz überspringt die erwartete Darstellungsform; heute werden keine Romane geschrieben. Jetzt dominiert noch die Form, bevor der Inhalt von seinem Veto profitiert und Wiederspruch einlegt-ohne überheblich zu wirken.

 

Schiffbruch
Immer weiter hinaus aufs Meer treiben Wellen ihr laute Spiele.
Himmelweit am Horizont distanziert sich nur die Weite des in die Länge gezogenen Blickes, Abschied nimmt von der weltlichen Idylle, neue Horizonte mit gewagtem Schritt erreicht.
Sich die Frage stellt, ob die Zeit es wert war, auszuhalten,
wohin mit dem Ballast, der keinen belasten soll,
warum immer ungewollt Nebenprodukte entstehen,
warum die Last immer größer geworden ist?
Ungewollt häuft sich immer mehr der Abfall,
ungehört bleibt die Absicht des Guten.
Weltraummüll hortet eine Unmenge Schweigen.
Schlag auf Schlag hallt etappen-mäßig die Erfahrung,
das Leben sich wehrt,
um seine Gültigkeit kämpft, sich dagegen stemmt.
Unendlich stark ist die Kraft des Ozeans, am Ufer betörender Lärm,
der die Stimme des Menschen nicht zur Geltung kommen lässt, übertönt den pulsierenden Wunsch,
das Sagen stirbt mit jeder Welle der Belastung, eine Sekunde mehr, wird gelöscht, die Tinte verwischt,
tränen verdünnt.
Ozeanwasser kracht, am Ufer der Bedürfnisse rütteln.
Zu mächtig ist der Drang zu widerstehen, über Bord zu gehen,
die Wahrheiten im Wasser zu reinigen.
Jeder Mensch seine Sicht der Dinge erhalten darf.
Kommen will, bleiben darf.


Bildung braucht Persönlichkeit. Kultur braucht Vielfalt.
Man definiert sich in einem Kontext und wenn dieser unstimmig ist, ist das Definieren des Individuums schwierig, weil der Mensch, auch in seinem Alleingang, ein soziales Wesen ist. Die Toleranz müssen wir alle jeden Tag neu lernen, auch den Mut immer neu anfangen zu können, gerade weil oft die Realität ihr eigene Regie führt. Fremd sein ist eine perspektivische Frage, man ist irgendwie immer für irgendjemand fremd, die Identität immer dazwischen. Wenn jemanden seine Heimat verlässt, muss man dieses Loslassen beim Gehen auch überwinden. Und das ist auch nur möglich in einer Kultur der Akzeptanz.                                                                                  

 

ICH BIN…EINFACH NUR MENSCH

Positionen FÜR die Vielfalt

Ausstellung vom 4. - 28. Juli 2019

Ausstellungsort:
Kunst Stuttgart International e.V.
Schmalzstraße 4
71229 Leonberg (Altstadt)


Mein Ort ist ein Ort im Transit. Ein Ort wo die Wünsche aufbewahrt werden können, bis sie ihre Gültigkeit verlieren.
Der Bahnhof, als einziger Knotenpunkt der Stadt ist immer in der Bewegung gefangen. Züge rollen im Takt-Tempo, die Gleise knirschen metallisch, ab und zu flackern Funken, erhellen das trübe Herbstlicht. Wie auf der Reling eines Schiffs, poetisch und wichtig, sitzen die Gedanken aufrecht im Abteil, kehren zu ihrer einfachen Form der Klarheit zurück, geben dabei ihre Dominanz auf. In ihrem Lebensraum haben sie keine Konkurrenz, sie gehen lieber in der Welt gondeln. In der Sehnsucht-Ecke wartet der Anspruch vergeblich darauf abgeholt zu werden. Die Freiheit radelt mit Genuss, die alten Muster abstreift. Bald setzt sich aber den Zeitraffer ein, Momente des Glücks werden eingerahmt, im spärlichen Gepäck der ultraleichten Weltwanderer sorgsam eingepackt. Die Grenze zwischen Künstlichem und natürlichem verwischt die Zahlen auf der Abfahrttafel. Die Reklamen wechseln sich ständig, Nachrichten verlieren rasch ihre Wichtigkeit, die Information-Sucht ist nicht mehr zu bekämpfen, sondern wird ignoriert. Das imaginative Vermögen gibt sich der Zeitvertreibung hin, wie eine Diva spaziert die Rationalität entlang den Gleisen, die Vibration einer neuen Zeit wahrnimmt. Der Wunsch einer Zeitreisenden ist, irgendwo auf der Welt, ein Museum der Geschichte zu bauen.
Mein Ort, ein Ort in Transit hat die Enge nicht überwunden.
                                                                                   mirela H.                                                              




 

 

 MEHR STATIST ALS ARTIST








Ich widme mich in der Ausstellung 8 x kunst den Themen Umweltschutz und Klimawandel. Es soll mein Beitrag zu der Bewegung „Fridays for Future“ sein und die Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg in ihrem Vorhaben zu unterstützen. Ich denke, es fängt bei jedem von uns an, wenn man Veränderungen bewirken will. Eingeständnis braucht Mut.


GRETA THUNBERG

FRIDAY FOR FUTURE

PEACE


VON DER SEHNSUCHT NACH HOFFNUNG

PROTEST


INDUSTRY 5.0

RETTET MICH


 

Farben treffen auf Gedanken. Heute wird häufig versucht das Werk über die Person des Künstlers zu interpretieren. Dabei wird unter anderem Fragen gestellt wie: Wer ist diese Person, welche Bildung hat sie und woher kommt sie? Dadurch scheint die Kunst oder das Werk an sich in den Hintergrund zu geraten. Doch gibt es spannende Elemente, die über die visuelle Wahrnehmung und den Künstler dahinter hinausgehen. Der Versuch ist wert, ein Egotrip zu verlassen.



Was die Kunst angeht sind die Ideen am wichtigsten. Ohne die Idee ist Kunst nichtssagend. Fantasie ist aufregend und nicht eindimensional. Ein wenig zu viel und schon leidet die Realität. Sie beschwert und befreit zur gleichen Zeit durch eine Erweiterung der Wahrnehmung. Sie baut nicht notwendigerweise auf Logik auf und doch bleibt es möglich. Durch sie wird die Kreativität, die Kunst erst begründet, überhaupt erst möglich. Die Frage was gute Kunst sei beschäftigt mich immer noch. Ich habe noch keine definitive Antwort, jegliches Rationalisieren ist bisher ohne befriedigenden Erfolg geblieben. Die herrschenden Ambivalenzen machen das schwierig. Für mich hat Kunst einen existenziellen Charakter.


 

 UND WOHER KOMMST DU? VON HIER!

VARIABLE


  AVEC MOI


AUSSTELLUNGSSTATION

MANCHMAL HAT MAN IM LEBEN EINSICHTEN



HERUM BRÖSELN

 EIN SNOB FÜR IMMER



 COMMUNITY GEDANKEN

GLEICHES MANKO

KARTOGRAMM

superwoman

 


Hommage an Karl 💜 Adieu Genie💜

 

 


 Mexiko City😍😍